Bevor wir tief in die Zahlen einsteigen, klären wir das „Warum“. Die Gewerbesteuer ist eine sogenannte Realsteuer. Das bedeutet, sie orientiert sich an der objektiven Ertragskraft deines Gewerbebetriebs, unabhängig von deinen persönlichen Verhältnissen. Wenn du ein Gewerbe angemeldet hast (und kein Freiberufler bist – Glückspilz!), bist du dabei.
Das Besondere: Das Geld fließt direkt an die Kommunen. Deshalb ist die Berechnung der Gewerbesteuer auch so individuell. Jede Gemeinde darf nämlich selbst entscheiden, wie stark sie ihre lokalen Unternehmen zur Kasse bittet. Das ist ein bisschen wie bei den Preisen für eine Kugel Eis – in der Innenstadt zahlst du meistens mehr als am Stadtrand.
Du hast einen Freibetrag von 24.500 Euro. Das bedeutet: Wenn dein Gewinn darunter liegt, zahlst du effektiv null Euro Gewerbesteuer. Erst ab dem ersten Euro darüber wird es ernst. Kapitalgesellschaften wie die GmbH haben diesen Luxus leider nicht – hier zählt jeder Cent von Beginn an.